Die Coriolis-Beschleunigung im rotierenden Bezugssystem

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Der Puck hat die Geschwindigkeit v und für seinen Weg zum Rand gilt die Beziehung r = v*t .

Ein Punkt auf dem Scheibenrand bewege sich mit der Geschwindigkeit u.
In der Zeit t legt er dann den Bogen b = u*t = ω*r*t = ω*v*t² zurück.

Unter Annahme einer konstanten Beschleunigung senkrecht zu v erhält man für die Coriolis-Beschleunigung b=0.5*a*t².

Gleichsetzen ergibt für die Coriolis-Beschleunigung: a = 2*ω*v

Passatwinde
Wenn warme Luftmassen am Äquator aufsteigen, so strömen an der Erdoberfläche große Luftmassen von Norden und Süden zum Äquator.
Von einer Position oberhalb des Nordpols gesehen, entspricht der Weg der Luftmassen in der Projektion auf eine gedachte Scheibe in der Äquatorebene dem Weg des Pucks, s.o. In der Folge werden die Luftströme auf der Nordhalbkugel nach rechts bzw. nach Westen abgelenkt. Der Wind kommt dann aus der Richtung Nord-Ost - der für die Segelschiffahrt von Europa nach USA früher so wichtige Nord-Ost-Passat.

Auf der Südhalbkugel erfolgt die Ablenkung nach links.

Der Coriolis-Effekt ist im Alltag nicht beobachtbar, z.B. beim Schuss eines
Pucks oder Balls, weil die zurückgelegten Wege viel zu kurz und die Abweichungen von der geraden Linie deshalb viel zu klein sind.
Vgl. die Simulation: Die ersten zwei, drei roten Punkte weichen kaum von der Bahn-Geraden ab.

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